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» Bericht und Tipps von der Frankfurter Buchmesse.

Schon als Fachbesucher um 8.45 rein… gleich beim Verlag Hermann Schmidt vorbei und das Exemplar der Vorschau bestaunt: aus rotem Leinen mit Goldprägung der Schrift und edler Anmutung. Ein weiterer einmaliger toller Versuch des Verlags. Dann nun zum Pflichtbesuch für alle Typografen, Designer und noch andere, die etwas kreatives werden wollen: die Stiftung Buchkunst in Halle 4.1.


Nahezu hunderte von Büchern aus aller Herren und Frauen Länder werden geprüft und von Buchbegeisterten und unter designkompatiblen und typografischen Augen gelesen und analysiert. Nick hat heimlich einige »Exemplare« mit Erlaubnis der Buchkunst-Geschäftsführerin Uta Schneider fotografiert… die TDC-Show ist immer sehenswert – dank Karin und Bertram Schmidt-Friderichs wird dieses Juwel der Typografie immer auf der Messe zu sehen sein.


Prof. Albrecht Rissler von der FH Mainz (mein ehemaliger Zeichenprofessor) hat einen Vortrag über einen jungen Illustrator aus Berlin gehalten, dessen großen Zeichenkontraste im Bild mir sehr gefallen haben. Die Fachhochschulen aus Dortmund, Bielefeld, Halle (Burg Giebichenstein) und Münster waren dabei, die FH Mainz (Hallo??? Die Buchmesse! Kein Geld?) wieder diesmal nicht. Dann mehrere Treffen zwecks weiterem Kennenlernen.


Dann ein Treffen mit Herrn Siebert von Fontshop, der sehr konstruktiv und informativ war… Themen waren die Weblogs und deren Möglichkeiten, wie sie von Unternehmen, die Weblogs als Corporate Identity führen, genutzt werden (zum Beispiel eben Fontshop). Das Fontblog von Microsoft fiel auch im Gespräch, allerdings werden dort die Kommentare »kontrolliert«. Da versucht Microsoft wohl die Kommentare zu seinem Gunsten zu »drehen«. Mehr dazu bei Fontblog (die Kommentare sind gut!). Mit einem abschließenden Foto beim VHSM-Stand geht´s nun weiter zu Halle 3.0, wo der Hanser Verlag wegen seiner schönen Bücher und das Comiczentrum (Albert Uderzo war da! Aber der Andrang wegen der Unterschrift war mir zu viel) sind.


Nun die kleine Bildergalerie…


Foto

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Nick wird zur nächsten Buchmesse 2006 mit dem Gastland Indien einen kleinen Messe-Ratgeber herausgeben.


Es gab nervigerweise einfach zu viele Leute, die nicht dem »Fachpublikum« entsprechen: Fuzzis, die einfach so mit vollgepackten Tüten rumlaufen. Junge Leute, die Massen und Berge von Broschüren und »Trophäen« in ihren Tüten »anhäufen«. Und das obwohl die Messeleitung die Publikumstage nur auf Samstag und Sonntag festgesetzt hat. Früher war das so, daß der Freitag abend (16 bis 20 Uhr) für das Publikum geöffnet war. Die Maßnahme, die Publikumstage nur aufs Wochenende zu legen, war richtig, zeigt aber nicht die Wirkung.


Als Fachbesucher sollen nur meiner Meinung nach solche folgende reingelassen werden: Leute, die einen Termin vorzuweisen haben und mit einer Bestätigung des Verlags oder der auszustellenden oder wichtigen Person reingelassen werden dürfen. Aussteller, Sortimenter, Buchhändler, Fachleute, Leute aus den Buchmarkt-revelanten Branchen und sonstige, die von der Messeleitung zugelassen sind, dürfen an den Fachbesuchertagen rein (also zum Beispiel Design-Studenten und auch Grafik-Designer). Basta. Am Wochenende sollen dann alle Schranken fallen.



10 Messe-Tipps von Nick Blume.


1.) Niemals zu viel rumschleppen. Nur eine kleine Flasche Wasser nehmen und sie immer wieder mit Leitungswasser auffüllen (ist zwar nicht so toll, zeigt aber wegen der hohen Lufttrockenheit Wirkung). Kein Essen mitschleppen, die Imbißstuben der Messe sind ganz gut, aber teuer (leider!).


2.) Gute Kleidung und gute Schuhe tragen. Kleidung: nicht zu viel Kleidung, es ist schon warm genug! Gute Schuhe, denn man ist auf der Messe verdammt, viel laufen zu müssen, außer man arbeitet für einen Verlag und man muss dauernd auf einem Stand sein.


3.) Alle Termine mindestens 3 Monate vor der Messe festlegen.


4.) Lästiges Gepäck am besten in den gut bewachten Garderoben aufbewahren lassen.


5.) Ab und zu mal aus den Hallen rausgehen und frische Luft holen. Das wirkt Wunder, vor allem bei der Energie, die man braucht.


6.) Wenn Sie Essen bei z. B. Zabert Sandmann oder G|U (Gräfe&Unzer) haben wollen, dann müssen Sie vor allem einen Anzug mit Hemd tragen, dann kriegen Sie bestimmt ein Essen.


7.) Immer bei der Stiftung Buchkunst vorbeischauen – es lohnt sich!


8.) Die »Auslandhallen« (in diesem Fall die Hallen 6-8) sind öfters einen Blick wert – diesmal war das »Korea-Forum« hochinteressant und zeigt einen Einblick in die Welt Koreas. So ein tolles Papier haben sie.


9.) Wenn man in Ruhe und mit Entspannung durch die Messe gehen will, macht dies am besten nur am Vormittag ab 9 Uhr – ab 11 Uhr wird´s immer richtig voll bis in den Abend hinein.


10.) Niemals am Wochenende zur Buchmesse gehen, es sei denn, Sie können nicht anders.


Dann also bis zur nächsten Buchmesse…

Tags: bericht, buchmesse, fotos