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» Design der US-Präsidentschaftskandidaten (Update)

Der Design-Vergleich spiegelt den Stand vor News Hampshire wieder. Teilweise ist es eine kleine designpolitische Satire.

Die Kandidaten der demokratischen Partei

Die Möchtegern-Präsidentin mit realistischen Chancen

Hillary Clinton präsentiert sich mit einem soliden und unauffälligen Design der Website. Mal sehen, wie sie sich gegenüber Barack Obama schlagen wird, ich vermute sehr stark, daß die demokratische Partei sie zur Präsidentschaftskandidatin machen wird.

Hillary Clinton

Der frische, neue und etwas verspielte Mann für alle sozialen Schichten

Barack Obama hat ein extrem umfassendes – im Vergleich zu seinen Konkurrenten – Design (CD, CI und Webdesign) mit Hilfe seines Medienberaters David Axelrod entwickeln lassen. Die Vielfalt und Möglichkeiten des Obama-Logos sind schon umwerfend, wie es schon der Fontblog und UnderConsideration berichteten.

Trotz aller Vorschusslorbeeren muss ich schon sagen, daß die Obamisierung quer durch alle Schichten gelungen ist, es aber dennoch auf die Wähler zu verspielt wirken kann. Barack Obama traue ich es zu, Präsidentschaftskanditat zu werden, aber es wird schwer. »Obamize me!« fehlt mir noch als Slogan, das wird ein Knüller.

Barack Obama

Der Mann aus den Südstaaten im Norden

John Edwards präsentiert sich ähnlich wie Hillary Clinton, es wirkt aber etwas frischer, da erstaunlicherweise die Farbe Grün hinzukommt. Es soll wohl ein kleines Bekenntnis zum Ökosein und zu den sogenannten LOHAS sein. Mal sehen, wie er sich schlagen wird.

John Edwards

Der brave unscheinbare Kandidat Mike Gravel wirkt langeweilig und etwas altbacken. Dennis Kucinich wirkt wie eine Steilvorlage für ein AllStar-Finale in den USA, ist aber schon professioneller als der von Mike Gravel umgesetzt.

Mike Gravel

Dennis Kucinich

Die Kandidaten der Republikanischen Partei



Der namensvolle Möchtegern-Präsident

Rudy Guiliani, der ehemalige New Yorker Bürgermeister, wirbt nur mit seinem Namen, was insofern so wirkt, als ob er der »Rudy« für alles ist. Das wird meiner Meinung nach nicht wirken. Offenbar »wirkt« er noch von seinem Bonus, den er sich während des 11. September erarbeitet hat.

Rudy Giuliani

Der republikanische Kandidat mit den besten Chancen

Trotz des militärisch anmutenden Design der Website wird John McCain das Rennen machen, als altgedienter Senator und Politikhaudegen. Es wirkt von allen anderen am professionellsten und am besten auf die Person McCains zugeschnitten.

John McCain

Der Präsident der Gelben Sterne

Die Website des Überraschungssiegers von Iowa, Mike Huckabee, wirkt professionell und durchdacht, bloß warum fallen die US-Sterne im Logo von oben nach unten – eine Anspielung an das Märchen »Sterntaler«? Trotz Iowa wird er sicherlich McCain unterliegen.

Mike Huckabee

Der Jäger für die USA

Duncan Hunter wird sicherlich nie groß auftrumpfen können, »GoHunter« wirkt wie eine Aufforderung zur Jagd auf die Probleme der USA. Etwas zu beliebig.

Duncan Hunter

Etwas gelangweiligt und altbacken wirkt die Website des Alan Keyes – kein modernes Internettool vom ehemaligen US-Botschafter bei den UN wird angeboten. Ron Paul wirkt professionell und moderner als Alan Keyes, dennoch werden ihm kaum Chancen eingeräumt. Mitt Romney steht nach eigener Aussage vor dem Aus, sofern er die Wahl in Michigan heute nicht gewinnt – kein Wunder mit einem norwegisch anmutenden Logo. Ähnlich wie Rudy will sich Fred (eigentlich Fred Thompson) mit vollem Vornamen auch als Präsidentschaftskandidat profilieren, das wird nicht gehen, die Website sieht zu beliebig aus und wirkt nicht persönlich zugeschnitten.

Alan Keyes

Ron Paul

Mitt Romney

Fred Thompson

Update: bisweilen gibt es jetzt einen Artikel über die Schriftarten der Kandidaten, welcher am besten »Change« verkörpern kann (via Designtagebuch).

Quellen: Liste der Präsidentschaftskandidaten auf Wikipedia, Underconsideration, Fontblog, SZ.

Tags: 2009, usa, wahl