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» Typo-Tag-Nummer Drei.

StupidStudio mit Video von Partizan

Jetzt kommt heute morgen dann Stupid Studio, die Heads sind Daniel Gjøde und Lars Neckelmann. Mit »a smiling face« fangen die beiden mit einer sehr inhaltlich schönen Präsentation, der Film-Einstieg am Anfang jeder Präsentation war sehr schön gelöst. Gespickt mit Beispielen aus der Film- und Musikwelt zeigen sie uns, daß Musik sehr viel mit Emotionen und Effekten zu tun hat, die uns sehr beeinflussen. Folgende Beispiele zeigten sie uns: einen Werbefilm für ProxFade (Partizan) [Film]. Dann einen Film über die Handball-Weltmeisterschaft von der Filmschmiede DESIGN TV2 aus Dänemark. Dann einen Ausschnitt aus dem bekannten Film »De Fem Benspænd« von Jørgen Leth und Lars von Trier. Dazu den bekannten Film »Honda Choir« von Wieden+Kennedy (London). In diesen Beispielen zeigen sie unter anderem, wie die Musik wirkt. Zum Schluß veröffentlichen sie ein noch nicht fertiges Manifest über Sound und Emotion. Sie selbst betreiben ein Weblog. Super. Superb.

Yves Peters, bekannt als der Fontblogger Belgiens, und Stephen Coles wollen in ihrer Präsentation zeigen, daß die Schriften rein rechtlich auch gemischt werden wie das Sampling in der Musik, aber die Typoszene nicht weiß, wie sie damit umgehen kann. Sehr interessant, dafür fehlen zu wenig Beispiele aus der Musik, um dem Thema »Musik« gerecht werden zu können.

Dann gibt es eine Pflichtveranstaltung, die den meisten nicht bekannt war, was auch gut so ist: die erste slanted in Berlin und in einem Wohnwagen überhaupt.

PSYOP, nicht dieses PSYOP, zeigt in einer beeindruckenden Präsentation, wie sehr die Musik in Illustrationen visualisiert werden kann und daß die Musik so auch gut übertragen werden kann. Die gezeigten Beispiele (CocaCola, Bombay Sapphire, Nascar oder Fanta) könnt ihr auch bei PSYOP ansehen… ähnlich arbeitet auch der Joost Korngold von Renascent, den ich beim 33pt-Event sah. Marco Spier arbeitet sehr schön mit organischen Strukturen, die er auch oft in den Filmen weiterverwendet. Durch die Übernahme und extremen Abbildung der Natur schafft er auch eine geheimnisvolle Aura, die durch die Musik auch zusätzlich geschafft wird. Am Ende wurde es doch zu viel mit den Wiederholungen von Bäumen und Vögeln.

Zwischendurch gab es so viele Treffen mit so netten Leuten, darunter auch Indra Kupferschmid und Benjamin Hickethier. Benjamin, danke!

Am Schluß gab es eine gute Präsentation von Markus Hanzer von mira4, dessen Vortrag man auch herunterladen kann. Sehr gut, dann kann man es auch nachherlesen.

Als Krönung des Abends geht es in den Cubix-Filmpalast, wo die Deutschland-Premiere von dem Dokumentar-Film »Helvetica« mit dem Regisseur Gary Hustwit stattfand. Es folgt ein sehr schöner Film mit Anekdoten und Interviews mit diversen Designern wie Erik Spiekermann, Stefan Sagmeister oder Paula Scher. Lustig war, daß auch Gernot Poetsch zum Film kam. Zum Abfeiern geht es in eine sehr schöne Location: die Kalkscheune. Mit diversen Leuten kann sich die Spannung während der Typo-Konferenz in der TypoNight entspannen, locker geht es an diesem Abend zu.

Insgesamt war es eine schöne Konferenz mit vielen neuen Eindrücken, netten Leuten und tollen Kontakten, dennoch hätte es auch besser sein können. Doch: das erste Mal auf der Typo2006. Dennoch: durch das andere Thema gab es Einblicke, die kein Designer hätte machen können. Das brachte frischen Wind in die Typo. Das würde ich mir auch sehr gerne für die Typo 2008 mit dem Thema »image« wünschen. Vielleicht kommen da auch Fotografen oder flickr-User oder Bildmanipulation zum Schein. Mal sehen. Und nochmals danke an Jürgen und Benno Rudolf, der die gesamte Typo zu stemmen hatte.

Wer mehr lesen will, es gibt Stoff beim Fontblog, bei HD Schellnack, Ivo, Dan und slanted.

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